Dienstag, 9. Juli 2013

Rezension - Felicity Gallant und Das Auge des Sturms

Kleine Info: Dieses Buch ist das zweite Buch, das ich im Rahmen des Buchsommers gelesen habe!
Das erste Buch war "Schweig still, süßer Mund".

Quelle


Titel: Felicity Gallant und Das Auge des Sturms
Reihe: Felicity Gallant 01
Autor: Melanie Welsh
Verlag: Dressler Verlag
Preis: 14,95 €
Altersempfehlung: ab 11 Jahre
Manchmal fragen mich die Leute, ob es mir nicht fehlt, ob ich das Abenteuer der Schmugglere nicht vermisse.

Im verschlafenen Städtchen Wellow passiert einfach nichts Aufregendes. Dabei wünscht sich Felicity Gallant sehnlich, einmal ein richtiges Abenteuer zu erleben. Als ein rätselhafter Fremder auftaucht, der ihr ein altes Buch und einen geheimnisvollen Gegenstand überreicht, geht Felicitys Wunsch plötzlich in Erfüllung. Kurz darauf legt die sagenumwobene "Sturmwolke" im Hafen an und es geschehen bedrohliche Dinge! Aber was hat das alles mit Felicity zu tun? Wird es ihr gemeinsam mit ihren Freunden gelingen, die Geheimnisse von Wellow zu ergründen?

Der größte Teil des Covers wird vom Titel eingenommen, welcher sehr verschnörkelt und daher etwas schwer zu lesen. Ganz unten sind dann drei Scherenschnitt-Personen zu sehen, welche Felicity und ihre Freunde Martha und Henry darstellen. Außerdem sind verschiedene maritim anmutenden Motive rund um den Titel angeordnet.
Insgesamt gefällt mir das Cover ganz gut, wenn auch etwas voll.

Anfangs ist Felicity eine Außenseiterin, was einerseits daran liegt, dass sie im Schatten ihrer jüngeren Schwester Poppy steht und andererseits an den Geheimnissen um die Schmugglerbande Gentry, in die gefühlt jede Familie in Wellow verwickelt ist und von denen Felicity keine Ahnung hat. Ihre Situation bessert sich, als sie sich mit Henry Twogood anfreundet, aber ein neuer Tiefpunkt wartet schon. Denn mit der Ankunft der "Sturmwolke" kommt auch eine unbekannte Großmutter ins Haus, die es sich in den Kopf gesetzt hat, ihre Enkelin zu tyrannisieren.
Außerdem beschäftigt sich Felicity mit der Gentry und ihrem legendären Großvater Rafe Gallant, über den jeder in Wellow mehr weiß als sie. Und so beginnt sie langsam zu durchschauen, was die Holzkugel, das alte Buch, die Ankunft der Sturmwolke und ihre eigene Familie mit ihrer unheimlichen Großmutter zu tun haben, doch als sie es komplett versteht, ist es schon fast zu spät.

Am Anfang ging mir Felicity ganz schön auf die Nerven, weil mir der Name so sperrig vorkam. Aber ihr Charakter hat sie mir sehr schnell sympathisch gemacht und ich hatte Mitleid mit ihr, vorallem wegen der Mobbingattacken von Miranda Blake. Henry dagegen war mir von Anfang an sympathisch, ebenso wie Alice. Gegenüber der Großmutter und auch sonst habe ich mich genauso gefühlt wie Felicity - nämlich einfach nur hilflos. Und als diese auch noch Felicitys Bücher weggeworfen hat, blutete mir das Herz.
Fazit: Die Charakter waren liebevoll, facettenreich und nachvollziehbar gestaltet!

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Felicitys Sicht erzählt, aber wenn es darum geht, Hintergrundmaterial zu vermitteln, wechselt die Sicht zu Mutter oder Sohn Usage, zu Jeb Tempest oder Jasper Cutgrass. Zum Beispiel die Usages erschienen mir etwas unnötig, an diesen Stellen hätte ich mir mehr Felicity gewünscht.

Insgesamt ist mir die Geschichte etwas zu kurz gekommen. Zum Beispiel gefiel es mir total, als Felicity ihr Segeltalent entdeckt hat, aber sie segelt meiner Meinung zu wenig. Außerdem hat die Klärung aller ungeklärten Fragen ungefähr Zwei Drittel des Buches eingenommen. Ich musste gegen Ende immer mal checken, wie viel Buch denn noch übrig ist, um mich zu vergewissern, dass die Geheimnisse auch ja noch geklärt werden.
Was mich außerdem beim Lesen extrem irritiert hat, war die Tatsache, das ich die Geschichte überhaupt nicht zeitlich einordnen konnte. Der Schreibstil klang modern und hätte sich problemlos ins 21. Jahrhundert einordnen lassen können, aber Schmugglerei passte da nicht so ganz rein.

Trotzdem habe ich das Buch nicht wirklich negativ wahrgenommen, denn die Grundidee ist klasse und die Umsetzung fast durchweg gut gelungen. Die Charaktere und auch die maritime Atmosphäre tragen ihr Übriges zu einem angenehmen Leseerlebnis bei.

Auf ein weiteres Buchsommer-Buch freut sich
Miss Duncelbunt.

1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Schöne Rezension. Ich lese das Buch auch gerade und ich bin schon gespannt wie es weiter geht. Bis jetzt gefällt es mir ja ganz gut. Hoffentlich hält sich das bis zum Schluss :)

    Ich würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust :)
    Good books never end.

    Alles Liebe,
    Jule ♥

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