Mittwoch, 11. Dezember 2013

Rezension - Artemis Fowl 05: Die verlorene Kolonie


Titel: Die verlorene Kolonie
Reihe: Artemis Fowl 05

Autor: Eoin Colfer
Verlag: ullstein Verlag
Seitenzahl: 352
Preis: 8,95 €

Altersempfehlung: ab 12 Jahre (meine Empfehlung)
Menschen, Elfen und Trolle werden von Dämonen bedroht. Nur einer kann die Oberirdischen und das Erdvolk retten: Artemis Fowl, der genialste Gauner aller Zeiten. Doch da kommt ihm ein Mädchen dazwischen, und das ist mindestens genauso gerissen wie Artemis!

Fröhlich gehörte nicht zu den Begriffen, mit denen Artemis Fowls Leibwächter für gewöhnlich bezeichnet wurde.

Auf dem Cover sind, ganz pragmatisch, der Mensch Artemis Fowl, die Elfe Holly, der Zwerg Mulch und der Dämon Nummer Eins. Nicht hässlich, aber auch nicht wirklich besonders.

Kindergenie Artemis Fowl zeichnet sich durch ein beeindruckend großes Ego aus und ich kann nicht wirklich entscheiden, ob mir das gefällt oder nicht. Wenn er älter wäre, würde ich ihn wahrscheinlich lieben :D
Minerva ist ebenso gestrickt und genau wie Artemis offenbart sie auch eine so gar nicht geniale, dafür aber umso menschlichere Seite. Außerdem sind sie in ihrer Genialität auch etwas einsam und finden ineinander endlich jemanden auf gleicher Wellenlänge - damit kann man sich sehr gut identifizieren.
Die Nebencharaktere bleiben allesamt etwas blass (bis auf Nummer Eins, fantastische Charakterentwicklung!) aber die Toleranz dieser Gesellschaft Ex-Gaunern gegenüber finde ich wirklich bemerkenswert.

Ich kenne die Vorbände der Reihe nicht und kann diesen Teil daher nur als Einzelband bewerten. Darin ist mir aufgefallen, dass Artemis trotz seiner riesigen Arroganz eine ganze Menge Freunde hat, was sich mit der Darstellung des selbstherrlichen Genies etwas beißt. Mit seinem wissenschaftlichen Gefachsimpel kam ich teilweise nicht ganz mit und habe es einfach überlesen, aber die Geschichte funktioniert auch so. Der Schreibstil wechselte für mich immer wieder zwischen spannend und langweilig, wobei spannend überwog. Dahinein spielt auch ein fantastischer Humor, der mich mehr als einmal zum Lachen gebracht hat.
Wenn mir irgendwo mal ein weiterer Teil unterkommt, werde ich nicht versuchen, zu widerstehen :D

Für den blöden Pfeil auf dem Coverbild entschuldigt sich
MissDuncelbunt.

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