Sonntag, 26. Januar 2014

Duncelbunte Gedanken - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Bevor hier gemeutert wird -
JA, auch ich musste bei diesem Buch heulen!
Und damit herzlich willkommen zu meinen duncelbunten Gedanken über das allseits gelobte Krebsbuch.
Müsste ich eine Rezension schreiben, würde ich ungefähr 3,5 von 5 geben. NEEEEIN! NICHT MICH TÖTEN! Denn eigentlich seid IHR dran schuld :D
Dadurch, dass "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von sooo vielen Bloggern in den höchsten Tönen gelobt wurde, hatte ich natürlich auch sooo hohe Erwartungen. Und das hat mir das Genick gebrochen. Wäre mir das Buch ohne jeglichen Hype über den Weg gelaufen, wäre es sicher eine 4,5 gewesen. 
So allerdings... 

Warum das Buch gut ist, muss ich ja eigentlich nicht ausbreiten. Weiß ja jeder. Sarkasmus blablabla. Und deswegen werde ich mal die Marktlücke füllen und erklären, warum ich mich mit dem miesen Verräter nicht ganz anfreunden konnte. Abgesehen davon, dass man mit miesen Verrätern sowieso nie befreundet sein sollte!  

1 (один) - Der Hype
Irgendwas ist mit meinen Genen schief gelaufen, aber Hypes lösen in meinem Kopf unweigerlich Skepsis aus. Zählt mal ein paar Hype-Bücher auf! Rubinrot? Göttlich? Shades of Grey? Nicht gelesen. Biss? Ein ganzes halbes Jahr? Mieser Verräter? Volle Abwehrhaltung entwickelt. 
Ich weiß nicht, bei Büchern, die alle lieben, legt sich bei mir so ein Schalter um. 

"Lass die Finger davon!", schrie der Schalter. "Blooooß nicht anfassen, nein, NEEIII - Siehst du, das hast du jetzt davon!"

Und dann kann ich Bücher sowieso nicht mehr so gut finden, wie sie eventuell wären. Der Schalter sagt Nein xD

2 (два ) - Peter van Houten
Mit den Worten, die John Green diesen gestörten Niederländer hat sprechen lassen, hat er sich bei mir So. Extrem. Unbeliebt gemacht. Es geht um die Sache mit den Figuren aus Büchern. Peter wusste nicht, wie es mit Annas Mutter nach dem Buch weiterging.
Okay. Das verstehe ich. Ich weiß, als selbst schreibende Person, dass man sich nicht zu jeder Figur die Geschichte überlegt. Aber dann... DANN hat der J. Green bei mir verschi****! Nämlich, als van Houten behauptet, die Figuren wären nicht lebendig. 
Entschuldige bitte, aber.... WAAAS? *zehnfiktivecharakterespringenaufundnehmenkampfhaltungein*
An diesem Punkt fühlte ich mich, wie mein Vater es so schön ausgedrückt hat, "in meiner Berufsehre gekränkt". Aber nicht nur in meiner, sondern in all derer, deren Charaktere leben. Und entschuldigen sie, Herr Green - wenn ihre Charaktere das nicht tun, dann ist das *HierGedankeneinfügendienichtgeschriebenwurdenweilessehrüberheblichklingenwürde*

3 (три) - Das Ende
Wie schon erwähnt, ich musste bei dem Buch heulen. Es hat mich nicht ganz kalt gelassen. Aber dann gab es in den letzten fünf Kapiteln mindestens drei Stellen, an denen ich dachte: Hier könnte ein guter Schluss sein.
Und da wo der Schluss schließlich war, da mochte ich ihn nicht. Dazu kam, dass mir die Stellen, die nach den Hier-könnte-Schluss-sein-Stellen kamen, mir mit jedem Mal unnötiger vorkamen. Das war nicht wirklich der gelungene Abschluss eines guten Buches. 

Und alles in allem fand ich das miese Schicksal irgendwie nicht wirklich... berührend. Und auch daran bin nicht ich schuld. Denn Hazel und viele der vorkommenden Krebs-Patienten haben diese sarkastische Kein-Mitleid-Einstellung. Irgendwas widerstrebt mir da, dass so wunderfantastisch bewegend und anrührend und wasweißich zu finden.
Klar, es hat mich nicht kalt gelassen und es war gut geschrieben und all das! Aber ich hatte mehr erwartet. 

So. Und JETZT dürft ihr euch in den Kommentaren drüber auslassen, was für ein schlechter Mensch ich bin ;)



Währenddessen begrüße ich May, CarmenBecky und Kiala und manujab, zu denen ich leider keine Links gefunden hab! Winkewinke, ihr Farbkleckse! 70?? WTF? Habt ihr einen laufen? <3

Euch frischgebackene Kekse hinstellen tut
MissDuncelbunt. 



Kommentare:

  1. Hey (:
    Tolle Rezension - ich finde es gut das du nicht 100% von dem Buch überzeugt bis, ich war es auch nicht. Natürlich ist es ein trauriges Buch und ich hab zu dem Zeitpunkt als ich es gelesen habe noch nicht gebloggt und somit leider keine Rezi dazu verfasst. In Errinerung hab ich trotzdem das mich das Buch auch nicht direkt umgehauen hat, es ist kein schlechtes Buch aber ich kann jetzt leider auch keine Gründe aufzählen wieso es mir so gegangen ist.
    Liebe Grüße,
    Jasi ♥

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    1. Jetzt musste ich grad gucken, seit wann du bloggst ^^
      Also hast du das Buch schon vor dem Hype gelesen? Das war bei mir ja auch so ein Grund fürs Nicht-Mögen. Schade, dass du nicht mehr weißt, was bei dir der Grund war :\
      Aber es beruhigt mich, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin :)

      Liebe Grüße :)

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  2. Hallo :)
    Ich mochte das Buch damals insgesamt sehr, wenn ich mir jetzt noch richtig erinnere. Ganz umgehauen hat es mich aber nicht, was auch bei mir zu einem grossen Teil daran lag, dass van Houten mir als Charakter nicht gefallen hat.
    Wir lesen jetzt aber im Englisch "Looking for Alaska" und das liebe ich, deswegen bin ich am überlegen, dass Buch noch einmal zu lesen. Dieses Mal in Englisch :D
    xx
    Rin

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    1. Nicht wahr? van Houten war furchtbar :D
      Looking for Alaska sagt mir was, vom Titel her. Es stand bei uns letztes Jahr als Schullektüre in Englisch zur Debatte, letztendlich haben wir aber "Speak" gelesen. Allerdings hört man ja über Alaska auch einiges gutes und wenn es als Schullektüre in Frage kommt, kann auch das Englisch nicht so schwer sein ^^ Liest du viele Bücher auf Englisch?
      Worum gehts bei Looking for Alaska überhaupt? :D

      Liebe Grüße :)

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  3. Eine wirklich gelungene Rezension ;) Ich habe das Buch auch erst vor kurzem gelesen und stimme dir schon bei einigen Sachen zu, auch wenn ich dem Buch die Höchstpunktzahl gegeben habe ^^ Das Buch war auch wirklich traurig :'-(
    Liebe Grüße

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    1. Ich wollte mir selbst eine Meinung bilden und die muss ja nicht jeder teilen :) Wahrscheinlich gehörst du dann zu den vielen, die das Buch mögen. Man kann es eben nie allen recht machen :D

      Liebe Grüße :)

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  4. Hallo :)
    Ich mach mich jetzt mal unbeliebt, aber ich habe dieses Buch (erst neulich) gelesen und so sehr gehasst, das ich's abgebrochen habe. Ich hab mir nach dem Hype auch extrem viel erwartet und dann - SO EIN MIESES BUCH.
    Übrigens sind deine Rezensionen klasse, vor allem die Art wie du schreibst ist genial.

    Liebe Grüße
    Krypta :-)

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    1. Auweia, und ich dachte, meine Meinung ist schon extrem :D
      Eine Medaille hat eben immer zwei Seiten... Dankeschön *rotwerd*
      Was fandest du an dem Buch denn am schlimmsten? :D

      Liebe Grüße ;)

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    2. Am ALLERSCHLIMMSTEN fand ich, dass einfach nix besonderes passierte, abgesehen von einem Klinikbesuch hier und da. Ich hab nichts, aber auch GAR NICHTS gegen ruhige Bücher - aber die Handlungslosigkeit in diesem Buch hat mich schon heftig schockiert. Falls du nachlesen willst, hier ist mein Post dazu.

      Liebe Grüße :-)

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    3. Apropos Ghettoisierung von Rührei - mir ist aufgefallen, dass ich Rührei zu jeder Tageszeit AUßER Frühstück esse :D

      Danke, der Post hat einiges erklärt :D Die Reise nach Amsterdam mochte ich auch nicht wirklich. Irgendwie... gefällt mir das Buch weniger, je mehr ich im Nachhinein darüber nachdenke :'D

      Liebe Grüße :D

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  5. Wie es der Zufall will, werde ich nächste Woche wahrscheinlich schon mit diesem Buch beginnen, weil es zu mir als Wanderbuch kommt. Ich bin ja schon so gespannt, wie ICH es finden werde, nach diesem Hype, wie du ja ausführlich berichtet hast... ;-)

    Alles Liebe <3,
    Janine

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    1. Ich warte gespannt xD
      Mal sehen, ob du die gleichen Probleme mit dem Buch hast wie ich :D

      Liebe Grüße :)

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  6. DU HAST RUBINROT NICHT GELESEN. Nachdem ich das gelesen habe, war alles andere egal. Es war egal, dass du "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nur 3,5 Punkte gegeben hast, aber du hast mein LIEBLINGSBUCH nicht gelesen? Tut mir Leid, jetzt muss ich dich wohl so lange ignorieren bis du es gelesen hast. ;D
    Nein, kleiner Scherz.
    Aber ich kann deine Einstellung zu solch gehypten Büchern wirklich gut nachvollziehen. Zum Beispiel gibt es einen solchen Schalter bei mir mit den Biss Büchern. :D
    Göttlich und die Edelteintrilogie haben mir jedoch wirklich gut gefallen.

    Liebe Grüße
    Marie ^^

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    1. Rubinrot steht schon auf meiner To-Do-Liste :D In den Winterferien lese ich es dann xD Eventuell ^^ Aber da ich Silber von Kerstin Gier liebe und auch den Film von Rubinrot genial finde, verspreche ich mir einiges :D

      Ignorierst du mich noch? *dackelblick*
      Liebe Grüße :)

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    2. Ach na dann ist alles ok. Es sei dir verziehen und du wirst nun nicht mehr ignoriert. xD

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    3. Daaaanke *knuddel*
      Ich schulde dir ewige Dankbarkeit <3 :D

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  7. Ich werde bei Hypes auch immer ein wenig skeptisch, will das aber überprüfen und blende beim Lesen einfach aus, dass es ein Hype ist. ;)
    Aber wer sagt eigentlich, dass John Green einer Meinung mit Peter van Houten ist?
    Ich habe dich übrigens getaggt.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Niemand sagt das, aber in jeder Figur steckt ein bisschen Autor. Es kann natürlich sein, dass sich Green beim Schreiben selbst vor Houten geekelt hat xD
      Wuhuu, dankeee *o*

      Liebe Grüße :)

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    2. Klar, da stimme ich dir auch zu, aber würdest du sagen, J.K. Rowling steckt in Voldemort? Dann will ich der Frau nie begegnen .... ;) Von daher wage ich zu behaupten, dass ein Autor nicht in uneingeschränkt jeder Figur steckt. Abgesehen davon könnte man in das Buch auch rein interpretieren, dass van Houten diese Aussage nur gemacht hat, weil er nicht mehr den Mut dazu besitzt, über das Buch nachzudenken.
      Okay, kompliziertes Thema. ;)

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    3. Doch, das will ich sagen xD Voldemort steht ja nicht nur für Böse. Zum Glück nicht, sonst wäre er verdammt langweilig :D Voldemort ist ein Opfer seiner Vergangenheit und steht, meiner Meinung nach, auch sehr für Einsamkeit und den Versuch, das Leben zu kontrollieren xD Hach, ich liebe interpretieren... Sorry :X

      Dass wäre tatsächlich möglich! Dadurch mag ich Houten zwar nicht mehr, aber er wird nachvollziehbarer :)

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    4. Ich liebe Interpretieren ebenfalls, also tu dir keinen Zwang an. :D

      Ich bezweifel, dass Voldemort keine guten Seiten hat (irgendwo ganz tief in ihm), aber ganz ehrlich - erinnerst du dich noch an die Szene im Kinderheim, die klar macht, das Voldemort von Anfang an einen schlechten Charakter hat? Wo er sagt, dass er es mag, anderen weh zu tun? Gleichzeitig hat er aber einfach auch nie erfahren, was Liebe bedeutet. (Klingt irgendwie kitschig .... )
      Ich mag van Houten auch nicht - aber muss man jeden Charakter in einem Buch mögen? ist in der Realität auch nicht so. Und gerade das macht das Buch in meinen Augen umso authentischer.

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    5. Na gut, du hast es so gewollt :D

      Ich glaube, die Szene im Kinderheim resultiert daraus, dass er keine Liebe kennen gelernt hat. Irgendwas hat da von Anfang an gefehlt. Harry hatte ja wenigstens ein Jahr lang liebende Eltern, aber Voldemort ist ja in blöde Familienverhältnisse hineingeboren (woraus doch auch sein Muggelhass resultiert, wenn ich mich recht erinnere, oder?)
      Man könnte jetzt ganz krass sagen, dass Voldemort eigentlich gar nichts dafür kann, dass er so geworden ist wie er geworden ist xD

      Das stimmt auch wieder :D Allerdings kann keine reale Person mit meinem Hass auf Houten mithalten xD (spricht man den wirklich Huten? so wie Hut?).

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    6. Ich hoffe, dir ist klar, dass ich dann aber auch Kontra gebe. xD

      Ist schon ein Weilchen her, dass ich das re-readet habe, aber soweit ich mich erinnern kann, war das doch ein "Muggel-Heim", oder? Und auch seine Eltern waren nicht besonders magisch veranlagt, von daher würde ich den Muggelhass auf seinen Charakter zurückführen, weil er sie einfach als minderwertig sieht, da er bessere Fähigkeiten hat.
      Könnte man so krass sagen, ich denke, sein schlechter Charakter kommt einerseits durch seine Vorfahren, andererseits vor allem aber durch den Liebesentzug.

      Keine Ahnung, ich kann kein Niederländisch. xD
      Ich schätze, wenn Hazel den Hut gemocht hätte, wäre meine Meinung anders ausgefallen, aber das tut sie ja nicht. Von daher ist er einfach ein *** Mensch.

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    7. Ich hab drauf gehofft *-*

      Das wäre eine Möglichkeit :D Und warum betrachtet er sie als minderwertig? Weil ihm keiner Toleranz beigebracht hat und er sich sein eigenes Weltbild zusammenschustern musste. Klar, dass er da alle verachtet, die für seine beschissene Situation verantwortlich sind und versucht, sich durch seine Fähigkeiten eine bessere Position zu erarbeiten ^^ Er kann also gar nix dafür :'D

      Hach, naja wir könnens auch nicht ändern... Ich mag eh keine Hüte xD

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    8. Aber im Prinzip lebt er ja mit den anderen Muggels zusammen, die eine ähnliche beschissene Situation haben und er könnte sie so auch als Gleichgesinnte sehen. Aber er sieht immer nur, dass sie eben keine magischen Fähigkeiten haben und er so besser ist als sie - trotz das sie dieselbe Position haben.
      Nein, er kann nichts dafür, er ist eine Folge seiner Vorfahren und der ihm entzogenen Liebe^^
      Mich würde echt interessieren, was aus ihm geworden wäre, wäre er bei liebevollen Eltern aufgewachsen. :D

      Ich mag auch keine Hüte xD

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    9. Muhaha, ich sags doch xD
      Aber das ist doch eigentlich ne logische Reaktion: Wenn Person A in Mathe besser ist als Person B, spielt Person A diese Fähigkeit aus. Warum sollte sie auch drauf verzichten, wär ja dämlich. Und das macht Voldemort eben auch. Er hat einen Vorteil anderen gegenüber und nutzt ihn. Auch, wenn er ihn damals noch gar nicht richtig steuern konnte. Außerdem hat Voldemort gar nicht diese "Ich hasse euch alle"-Einstellung. Er will eigentlich der Zaubererwelt was Gutes tun und ihr helfen, so wie Person A dann Person B Mathe beibringt.
      Aber ich werde nicht bestreiten, dass Voldemort seine Gabe als Kind dazu nutzt, seine Einsamkeit und die aus der fehlenden Liebe resultierenden Komplexe auf Andere in Form von Schmerz projiziert xD Ich meine, irgendwie sucht man doch immer einen Schuldigen für sein Elend, oder? Und Voldemort hat auch sehr fragwürdige Definitionen von "Gut" und "Helfen" :D

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    10. Ich muss dir leider widersprechen. Voldemort hat sehr wohl diese "Ich hasse euch alle" - Einstellung. Vielleicht mit der Ausnahme Nagini. Ich weiß nicht, wie oft in dem Buch angesprochen wurde, dass Voldemort sich niemals (auch in seiner Kindheit/ Jugend nicht) Freunde oder Verbündete sucht, sondern immer nur Untergebene. Und er will der Zauberwelt auch nicht helfen - er will seine Macht stärken, die Menschen, die in seinen Augen nicht lebenswürdig sind, vernichten, alle anderen unter seinen Einfluss stellen und natürlich seine Macht stärken. Ob er dabei anderen in irgendeiner Art und Weise hilft, ist ihm ziemlich egal.
      Von daher wage ich zu behaupten, dass Helfen in Voldemorts Top Ten der Dinge, die er niemals tut, landet.
      Dass diese Komplexe durch fehlende Liebe und Einsamkeit entstanden sind, sehe ich auch so. Aber ihm macht es einfach Spaß, andere leiden zu sehen - und dass ist sein Charakter, der durch die bereits erläuterten Tatsachen entstanden ist.
      Und ja, er sucht die Schuldigen für sein Elend. Und das sind in seinen Augen wohl einfach alle Andern. ;D

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    11. Das macht Spaß *-*

      Also, ich glaube schon, dass er die Zaubererwelt zu einer besseren Welt machen will. Seine Definition von "besser" beläuft sich dabei auf "Reinblütige Zauberer unterdrücken Muggel", schon klar. Aber der Wille ist gut (Kants Pflichtethik... Verflucht seist du, Ethilkunterricht!) - er will eine bessere Welt.
      Das beweißt er nämlich dadurch, dass er bei der Schlacht von Hogwarts sagt, dass er kein reines Zaubererblut vergießen will (außer Harrys xD). Klar, dass er in dieser besseren Welt das Oberhaupt sein soll (siehe Macht stärken), aber auch das ist verständlich, weil er einfach mal ein verdammt begabter Zauberer ist (siehe Olivanders Einschätzung: "Grausames, aber Großartiges"). Womit wir wieder beim "Wenn ich eine Gabe habe, nutze ich sie auch" wären.
      Und ich glaube, dass er nicht ausschließlich quält, weil er Spaß daran hat. Also zum Teil schon, aber ich denke, er sieht es auch als notwendiges Übel auf dem Weg zur besseren Welt, sozusagen als gerechtfertigte Strafe für die, die nicht verstehen, dass sein Weg der Richtige ist (worüber sich streiten lässt). Wer davon überzeugt ist, nämlich die Todesser, wird auch nicht bestraft. Oder hat Voldemort jemals Bellatrix Lestrange etwas angetan? Wer einen Auftrag vermasselt hat, wurde bestraft, aber da lag ja ein Grund vor. Grundlos hat er nicht gemordet/gefoltert.

      Dass er sich keine Freunde sucht, ist ebenfalls verständlich - wieder einmal seine Komplexe. Seine Eltern haben ihn verraten und dadurch lässt er lieber keinen an sich heran, der ihn verletzen oder verraten könnte. Außerdem fühlt er sich ja als was besseres und schlussfolgert daraus seine Herrschaftslegitimation (auf diesen Satz bin ich stolz ^^). Und die Einstellung hat er ja schon seit der Kindheit.

      Naja, nicht alle anderen - nur Muggel, Halbblüter und Harry Potter ^^

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    12. Und wie *-*

      Ich gebe zu, in seinen Augen ist es eine bessere Welt. Die aber ihm - und vor allem und allen nur ihm - ein besseres Leben garantiert. Die in erster Linie für ihn eine bessere Welt ist - die anderen interessieren ihn da nicht. Dass das so ohne Bedienstete etc. nicht klappt, ist klar. Da setzt er dann Prioritäten - reines Blut. Wobei - wer sagt dass Harry reines Blut hat? Das ist schließlich mit Liebe verseucht. xD
      Voldemort sieht nicht ein, dass er sich großartig an "kleinen" Dingen die Hände schmutzig macht, also braucht er seine Todesesser, die ihm die Arbeit abnehmen. Bellatrix Lestrange ist da einer der Besten - wäre Dummheit, wenn er seine beste Bedienstete umbringen würde. Dann müsste er sich ja wieder die Hände schmutzig machen. Das heißt aber noch lange nicht, dass er etwas dagegen hätte, ihr was anzutun geschwiege denn, dass er sie mag. Sie sind alle minderwertig - und wenn sie ihm im Weg stehen, dann vernichtet er sie. Siehe Snape.
      Und was ist mit den Tausenden Halbblütigen, schlechten Reinblütern und Muggls, die er sinnlos umgebracht hat? Die halfen ihm nicht, also war es egal. Es macht ihm Spaß, andere leiden zu sehen, weil das seine eigene Macht demonstriert. Weil sich eben als etwas Besseres als ALLE anderen hält.
      Und er sucht die Schuld dann auch bei ALLEN. Aber die, die ihn weiterbringen, müssen dann halt für ihn arbeiten. Er tut auf "Ihr seid schon okay" und denkt sich seinen Teil. Weil wenn b weiß, dass er ohne A sitzen bleibt, lässt er sich auch von A bei Mathe helfen - auch wenn er A eigentlich hasst. Dann denkt er sich eben seinen Teil.

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  8. Egoismus und Selbsterhaltungstrieb! Aber das kann man ihm wohl nicht vorwerfen, schließlich hat jedes lebende Wesen diese Eigenschaften. Bei ihm kommt das eben nur verstärkt, weil er von klein auf allein zusehen musste, wo er bleibt und wie er zurecht kommt.
    Nur ihm? Die Todesser kommen doch auch ganz gut weg :D
    Stimmt, über die Reinheit von Harrys Blut lässt sich streiten ^^

    Snape war ein Hindernis auf dem Weg zur "besseren" Welt, man könnte ihn als Kollateralschaden bezeichnen xD Außerdem, auch wenn Voldi das wahrscheinlich gar nicht wusste, war auch Snape mit Liebe verseucht ^^

    Jeder Herrscher und jede Regierung hat Bedienstete und wenn die im Weg stehen, werden sie gefeuert. Das ist nicht was, was Voldemort als Alleinstellungsmerkmal vermarkten könnte xD Selbst die tollen demokratischen Regierungen stützen sich auf Anhänger und Angestellte, ohne dieses System hätten wir Anarchie :D

    Die hat nicht er getötet, sondern seine Todesser ^^ Wie die denken und seine Ideologie auslegen, ist ein anderer Punkt xD Aber guck mal hier:
    http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Voldemorts_Opfer
    Da hat mancher Muggel mehr getötet! Und die Maulende Myrte und Cedric Diggory hat er ja nicht mal selber umgebracht. Dass er seine Familie getötet hat, kann man gewissermaßen als gerechtfertigt betrachten und die Horkrux-Morde waren ja auch nicht grundlos.

    Er kann sich ja seinen Teil denken xD Ist halt nicht jeder wie McGonagall und brüllt jedem die ehrliche Meinung in die Gusche ^^

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  9. Klar hat auch jede Demokratie ihre Angestellte. Aber die würde sie nicht gleich umbringen, wenn die ihr gegen den Strich gehen würde. Voldemort nutzt sie aus und wenn sie ihm nichts mehr bringen, bringt er sie halt um. Was wert sind sie ihm nicht.
    Natürlich kommen die Todesesser auch ganz gut weg, aber das ist für Voldemort nur eine Nebenwirkung. Kleineres Übel im Angesicht seiner großen Macht. Aber er hatte es nie im Sinn, diesen etwas "Gutes" zu bringen - er hatte nur sich selbst im Sinn.

    Und natürlich hat er nicht direkt getötet - das wäre ja Hände schmutzig machen. Das machte er nur, wenn´s unbedingt nötig war. Aber jeder Mord der Todesesser kam indirekt von ihm. Und damit mordete er ohne einen Finger zu rühren. Und jeder dieser Morde war zu seinem Zweck und sei es einfach Beseitigung nervender Personen.

    Snape war ein Hindernis - aber es war egal, wer er war. Er stand Voldemort im Weg, also wurde er beseitigt. Punkt. Voldemort hat nun mal herzlich wenig für andere übrig.
    Dass er seine eigenen, ohne Zweifel verächtlichen Gedanken anderen nie in die Gusche brüllte, lag einerseits daran, dass er sich noch sowas wie eine gefährliche Autorität erhalten musste. Und andererseits konnte er beispielsweise Bellatrix Lestrange nicht einfach seine ehrliche Meinung über sie sagen, wenn er wollte, dass sie ihm weiter die Schmutzarbeit abnimmt.

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    1. Trotzdem prophezeit er eine bessere Welt unter seiner Herrschaft :D Also, um das auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen: Sagen wir mal so, dass Voldemort nicht ausschließlich aus Spaß am Töten gehandelt hat und das sein Egoismus zumindest teilweise aus seinem Kindheitstrauma herrührt. :D Wobei man ihm, diesen radikalen Egoismus (unabhängig von den Folgen) eigentlich nicht wirklich vorwerfen kann... jeder Politiker ist ähnlich egoistisch ^^
      Die Frage wäre, wie eine Herrschaft unter Voldemort ausgesehen hätte. Ich meine, so ein paar hundert Jahre später, natürlich vorausgesetzt, er hätte bis dahin überlebt. Wenn einmal alles "unreine" ausgemerzt ist, wie hätte er dann geherrscht?

      Jeder Mord der Todesser kam aus seiner Ideologie. Er hat die Morde nicht immer befohlen, oft handelten die Todesser nach freier Interpretation von Voldemorts Meinung und die haben sie wahrscheinlich auch nicht immer korrekt ausgelegt. Was er sagt, ist das eine, was die Todesser daraus machen, das andere ^^

      Außer Nagini xD Nagini mag er :D
      Aber... woher sollte er auch Zuneigung kennen? Beziehungsweise, warum sollte er etwas für Liebe übrig haben, wenn diese ihn doch erst in seine hässliche Ausgangssituation gebracht hat? Man könnte das als reinen Selbstschutz auslegen.

      Ich glaube nicht, dass Voldemort grundsätzlich verächtliche Gedanken gegenüber seinen Todessern hatte. Es sei denn natürlich, sie widersprechen seiner Einstellung und das ist eigentlich nachvollziehbar. Wer in seiner Gefolgschaft ist, steht nun mal unter Voldemorts Gedankengut und wenn er diesem widerspricht, ist es klar, dass er verächtlich behandelt wird. Ist in unserer Gesellschaft doch nichts anderes.

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  10. Grausam. Alle hätten tun müssen, was er sagt. Wer es auch nur wagt, Zweifel auszusprechen, wird ermordet. Voldemort genießt sein Leben in vollen Zügen und für alle Ewigkeit (siehe Horkruxe). Doch irgendwann wäre auch seine Herrschaft beendet - nichts ist unendlich ....

    Ich würde sagen, dass es Voldemort egal war, wie die Todesesser seine Ideologie auslegten, sonst hätt er sie doch garantiert bestraft, wenn die Morde gegen seinen Wunsch wären. (Voldemort war nicht so der Typ fürs Augen noch mal zudrücken. Jedes Vergehen wurde bestraft, auch gerne mit dem Tod.) Von daher war ihm ein oder zwei Tropfen reines Blut mehr oder weniger auch egal. Bei der Schlacht war dies etwas anderes, er brauchte Untertanen, je mehr nicht gegen ihn kämpften, desto mehr Bedienstete und Helfer und desto armseliger stand Harry Potter dar. (War natürlich ein bisschen peinlicher - Voldemort sollte die gefürchtete Autorität sein und der Großteil stellt sich hinter ein unter Muggel aufgewachsenes Waisenkind, das zufällig auch noch der Erzfeind besagter gefürchteter Autorität ist. Die dann wohl nicht ganz so gefürchtet ist.) Von daher wage ich zu behaupten, dass Voldemort der Auslegung seiner Ideologie von den Todesesser nicht abgeneigt war.

    Ja, Nagini ist schließlich auch ein Teil seiner Seele. Und die mag er ja ganz besonders. -,- Schade eigentlich, dass er nicht wusste, dass Harry auch ein Horkrux ist. Vielleicht wären die dann sogar Freunde geworden. ("Komm her, Teil meiner Seele. Lass uns Freunde werden!")
    Ich sag ja auch nicht, dass er schuld an seinem Charakter und seinem Verhalten ist. Er ist halt so geboren und aufgewachsen. Shit happens.

    Warum sollte er irgendwas für Todesesser übrig haben? Menschen, die nicht in solchem Maße begabt sind? (Und wenn sie es wären, wäre das auch ihr Todesurteil.) Menschen, die damit unter Voldemorts Niveau sind? Wo Voldemort - das sind wir uns einig - keine Zuneigung empfindet. Außer sich selbst gegenüber. Sie teilen sein Gedankengut und führen dieses aus. Aber ich bezweifle, dass er sie nicht als ihm untergestellt und damit als verachtenswert ansah. (So wie eine Katze die Maus ... Der Katze ist bewusst, dass sie überlegen ist, von daher hat sie für die Maus nur Verachtung übrig und spielt mit dieser.)

    Ja, jetzt könnten wir noch über unsere nicht meinungsoffene Gesellschaft diskutieren ... Traurig, eigentlich ...

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  11. Schließen wir also daraus, dass so gut wie jede Gesellschaftsform den Bach runter geht. Egal ob Zauberer oder Muggel, Diktatur oder Demokratie.
    Du sagst es - traurig :\

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