Samstag, 25. Januar 2014

Rezension - Wake

Wake - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast
  
Sie schwebt. Nicht schon wieder der Traum vom Fallen, denkt sie. Diesen Traum ist sie echt leid.
Die Szene ändert sich im selben Moment. Jetzt ist Janie draußen. Es ist dunkel. Sie ist allein hinter einem Schuppen, aber sie kann gedämpfte Stimmen hören. Sie war noch nie allein und weiß nicht, wie Leute Träume haben können, in denen sie selbst gar nicht vorkommen. Sie ist neugierig. Nervös sieht sie zu, hofft, dass es kein Albtraum ist, der plötzlich aus dem Schuppen oder den Büschen hervorgestürzt kommt...

Auf dem Cover ist ein Kissen zu sehen, was ich sehr merkwürdig finde, da Janie eben ständig nicht in einem Bett liegt und vernünftig schläft xD Darüber sehe ich allerdings mal großzügig hinweg, weil ich die Art der Titelgestaltung einfach nur genial finde *o*

Janie sieht die Träume der Schlafenden, ob sie will oder nicht. Das führt zu vielen ungünstigen Situationen, mit denen Janie immer schlechter zurecht kommt, je älter sie wird. Und dann ist da auch noch Carl, der erste Mensch, dem sie *spoiler* und der einen geheimnisvollen Job bei der *spoiler* hat.

Janie konnte ich irgendwie nicht richtig einschätzen. Sie musste sich quasi selbst erziehen, weil ihre Mutter Alkoholikerin ist und sich nicht um sie kümmert. Also schuftet sie sowohl in der Schule als auch auf Arbeit, um Geld für eine vernünftige Zukunft zu haben. Da sie wegen dem Träumen auch verdammt wenig vernünftig schläft, frage ich mich, wie zur Hölle sie bei Kräften bleibt. Andererseits bewundere ich sie auch für ihr Durchhaltevermögen und finde ihr Zögern, die Traumsache betreffend, sehr nachvollziehbar. 
Komisch fand ich ihre Mutter. Denn in den Situationen, wo sie mal wichtig war, war sie immer zumindest ansprechbar und klardenkfähig. Aber vielleicht hat auch Janie ihre Mutter falsch eingeschätzt :)

Über "Wake" bin ich mir nicht ganz im Klaren und ich gebe mir Mühe, meine Meinung zu formulieren, ohne zu berücksichtigen, dass ich es an einem ziemlich beschissenen Tag gelesen habe und nach dem Zuklappen mit Kopfschmerzen dasaß.
Mir gefiel die Aufarbeitung einer (noch) unausgelutschten Thematik. Sicher gibt es doppelt so viele Vampirbücher wie Traumbücher (obwohl ich über Träume mehr Bücher gelesen habe als über Blutsauger xD). Zu der originellen Grundidee kommt noch der ungewöhnliche Aufbau hinzu, denn statt dem gewohnten Präteritum-Fließtext setzt sich die Erzählung aus vielen kleinen Einzelstücken zusammen, die jeweils mit Datum und Uhrzeit überschriftet sind, noch dazu im Präsens.
Damit hat das Buch für mich persönlich allerdings ganz schlechte Voraussetzungen und damit leiten wir zu meinen persönlichen Kopfschmerzfaktoren über. Ich stehe mit Präsens sowieso auf dem Kriegsfuß, bin mehr für lange als kurze Sätze und bevorzugte einen Fließtext mit Lesefluss. Diese ständigen Unterteilungen haben mich nämlich ständig rausgerissen und neu reingeworfen. Außerdem finde ich, dass allein die Idee mit dem "Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast", zu wenig Handlungsmenge geboten hat. Man sieht schon an der Inhaltsangabe, das man nicht viel über das Buch sagen kann, ohne zu spoilern. Die Handlung war angedickt mit einigen Traumsituationen und Sex, was letztendlich nicht wirklich eine Rolle gespielt hat. Noch dazu blieben viele Fragen unbeantwortet, die dann sicher in den Folgebänden geklärt werden - wo ich mich allerdings frage, mit welcher Handlung das bitte garniert werden soll.
Alles in allem habe ich nicht wirklich Lust, den zweiten Teil ebenfalls zu lesen, obwohl ich die Liebesgeschichte (keine Insta-Love <3) wirklich süß fand. Schade :\

Titel: Wake
Reihe: 
Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast 01
Autor: Lisa McMann
Verlag: Boje Verlag
Preis: 4,99 € [e-book]

Altersempfehlung: ab 14 Jahre (Empfehlung des Verlags)

Auf Aspirin-Suche geht
MissDuncelbunt.
Quelle

Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Buch nicht so gut gefallen hat wie mir. Aber ich denke, dass die Erzählweise wirklich einen sehr großen Teil dazu beiträgt, ob man das Buch mag oder nicht. Ich mochte die erzählweise sehr gerne, ich mag Präsens im Allgemeinen auch und fand die Idee, es Tagebuchähnlich aufzubauen sehr gut.

    Eine sehr schöne Rezension ♥

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    1. Ich finde irgendwie, Präsens eignet sich nicht für längere Geschichten. Aber das muss ja jeder für sich entscheiden :)
      *ohgottmeinesidebarwackelt*

      Liebe Grüße ;)

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